Traditionelles Richtfest in Berlin Charlottenburg

Ein weiterer Meilenstein ist geschafft: Mitte März 2019 konnten wir in der Dahlmannstraße das traditionelle Richtfest feiern.


Nach dem obligatorischen Einschlagen des Zimmermannsnagels und einem Umtrunk gingen die Arbeiten direkt weiter, damit die Fertigstellung nicht auf sich warten lässt.

Richtfest

Wenn der Rohbau eines Hauses fertiggestellt und der Dachstuhl errichtet wurde, wird in der Regel das sogenannte Richtfest gefeiert. Dieses Ritual stammt bereits aus dem 14. Jahrhundert und hat sich bis heute erhalten. So dient das Richtfest unter anderem dazu, sich bei allen am Bau beteiligten Handwerkern und Firmen zu bedanken.

Zum einen gehört zu einem Richtfest der Richtkranz, der dem Bauherren Glück und Segen bringen soll. Zum anderen ist das Einschlagen des Zimmermannsnagels ein altes Ritual, bei dem der Bauherr entweder den ersten oder aber den letzten Nagel einschlägt. Dieser ist meist sehr lang und der Hammer, den der Bauherr erhält oft ungeeignet. Traditionell muss der Bauherr nach jedem Schlag eine Runde Schnaps oder Bier ausgeben und für einen krumm geschlagenen Nagel gibt es eine Extrarunde.

Obligatorisch bei einem Richtfest ist zudem der Richtspruch. Dieser folgt festen Regeln und wird vom Polier, dem Zimmermeister oder dem Maurermeister gesprochen. Wichtig ist, dass alle am Bau beteiligten Gewerke gelobt werden, um den Schutz Gottes zu erhalten. Darauf wird dann mit einem weiteren Schnaps angestoßen, wobei das Glas im Anschluss auf den Boden geworfen werden muss. Zerspringt es, bringt das dem Bauherrn weiterhin Glück.